Fassade streichen – Tipps und Tricks

Ihr habt sicherlich auch schon beim Anblick verschiedener Häuser die unterschiedlichsten Farben bestaunt. Träumt ihr auch von einer anderen Farbe oder ist die Fassade eures Hauses schon schmuddelig, sodass ein neuer Anstrich nötig wäre? Hier gibt es ein paar Tipps zum Fassaden-streichen.

Bei mehrgeschossigen Häusern ist ein Fassadengerüst ein Muss, dabei müsst Ihr eventuell in manchen Gemeinden Auflagen beachten, wenn Ihr es auf dem Fußweg stellen wollt. Hat man ein eingeschossiges Haus, fällt diese Hürde erst einmal weg.

Fassadenzustand feststellen

Je nach Zustand eurer Fassade kann sein, dass Ihr da vor dem Neuanstrich noch lockere Farbschichten, Ablagerungen, Verschmutzungen, Verfärbungen, Moos etc. mit einer Bürste oder einem Hochdruckreiniger entfernen müsst. Schäden oder Hohlräume der Fassade müssen beseitigt oder eine Grundierung aufgebracht werden. Dies trifft ebenfalls auf eine zu große Saugfähigkeit zu.

  • Beim Wischtest fährt man mit der Hand über die Fassade. Wenn sie weiß abfärbt, muss sie gut abgewaschen und Tiefengrund aufgebracht werden.
  • Beim Kratztest mit einem Nagel oder einem beliebigen anderen spitzen Gegenstand werden lose oder bröselige Stellen festgestellt, welche beseitigt und neu abgeputzt werden müssen, da der Neuanstrich auf genau diesen Stellen sonst bald abplatzen würde.
  • Beim Saugfähigkeitstest wird Wasser an die Fassade gespritzt. Wenn dies sofort aufgesogen wird, muss eine Grundierung erfolgen, weil es sonst zu Streifenbildung kommt.
  • Beim Klopftest mit einem Hammer oder Holzstück werden Hohlräume ausfindig gemacht, welche dann aufgeschlagen und ebenfalls neu verputzt werden müssen.

Die richtige Fassadenfarbe wählen

Nun solltet Ihr Euch für eine Farbe entscheiden. Holt euch zunächst Informationen darüber ein, welche Farbe in Eurer Gemeinde oder Stadt erlaubt ist. Generell gilt erst einmal, dass der Anstrich mit der bestehenden Wohnumgebung und den da vorherrschenden Farbanstrichen harmonisieren sollte. Die Architektur des Hauses darf man ebenfalls nicht aus dem Blick verlieren, denn darauf muss die neue Farbe ebenfalls abgestimmt sein.

Am besten greift Ihr zu Silikonharzfarben, welche zurzeit die beste Qualität aufweisen. Sie sind stark wasserabweisend und leicht zu verarbeiten. Gut eignen sich dafür auch die Silikatfarben. Diese lassen sich aber nicht auf Dispersionsanstrichen und Kunstharzputzen auftragen. Eine weitere Möglichkeit stellen die allerdings nicht so diffussionsfähigen klassischen Dispersionsfarben dar. Diese dürfen wiederum keine Anwendung auf Kalk- oder Silikatanstrichen finden.

Vor dem Kauf der Farbe solltet Ihr die Fassadenoberfläche gut berechnen, damit ihr wisst, wie viele Farbeimer ihr benötigt. Das spart Fahrten in zum Baumarkt. Die Reichweite ist immer auf den Eimern angegeben. Allerdings haben noch einige Faktoren wie die Saugfähigkeit des Untergrundes einen Einfluss auf die Menge der benötigten Farbe. Generell solltet Ihr immer mindestens einen Eimer draufschlagen, damit dann nicht im kreativen Streichprozess noch einmal Farbe nachgekauft werden muss.

Vorbereitung und Fassade streichen

Damit nicht noch nachträgliche tagelange Arbeiten mit zum Beispiel einem Ceranfeld-Schaber anstehen, solltet Ihr genügend Zeit in die Abdeckung von Fensterrahmen, Türrahmen, Fensterbänke usw. investieren. Dafür könnt Ihr viele Materialien wie Zeitungen, Abdeckplane, Kreppband usw. nutzen. Ist doch einmal etwas Farbe auf solch eine Fläche gelangt, muss die Farbe sofort mit lauwarmem Wasser entfernt werden. Wenn ihr es erst später seht, könnt ihr nur hoffen, dass die Rubbelbewegungen mit einem großen Schwamm noch helfen. Sonst bleibt wirklich nur noch die Option, zum Ceranfeld-Schaber zu greifen.

Zusammenhängende Flächen solltet Ihr auch immer zusammen streichen, da sonst die Übergänge zu sehen sind und dies nicht schön anzusehen ist. Gestrichen wird immer in 2 Durchgängen. Zuerst wird die Farbe im Verhältnis 2:20 oder 3:20 mit Wasser verdünnt aufgebracht. Für Flächen, welche schwer zu erreichen sind, nutzt man zunächst einen Pinsel. Beispiele hierfür sind Ecken, Kanten und die Flächen, welche an Fenster und Türen angrenzen. Schließlich kommt der Fassadenroller zum Einsatz, wobei man die Farbe erst einmal von oben nach unten, dann kreuz und quer und zum Schluss noch einmal von unten nach oben aufträgt.

Dies ist erst einmal der Voranstrich, welcher auch erst einmal trocknen muss, bevor man die Farbe im zweiten Durchgang unverdünnt aufträgt.

Zum Schluss muss man sehen, ob irgendwo noch Nacharbeiten nötig ist. Auch hier gilt wieder die Regel, dass man für großflächige Stücke den Fassadenroller und im Fall schwer erreichbarer Stellen den Pinsel benutzt.

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