Fußleisten selber verlegen – was muss ich beachten

Fußleisten, auch Sockelleisten genannt, werden dafür benötigt, um einen sauberen Abschluss zu der jeweiligen Wand zu erhalten. Sie können in unterschiedlichen Farben und aus verschiedenen Materialien gekauft werden.

Ideal ist es, wenn ein Farbton gewählt wird, der zu dem des jeweiligen Bodenbelags passt. Wenn das Parkett oder auch Laminat schwimmend verlegt wird, haben die Fußleisten zudem auch die Aufgabe, die sogenannten Dehnungsfugen zwischen der Wand und dem Boden abzudecken. Zudem können auch diverse Kabel hinter einer Sockelleiste verstaut werden. Das Verlegen ist eigentlich gar nicht so schwer, dennoch sollten hierbei einige Punkte beachtet werden. Der folgende Text gibt hierzu nützliche Tipps und liefert eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Welche Werkzeuge und Materialien werden benötigt?

Um die Fußleisten ideal verlegen zu können, werden zunächst einige Werkzeuge und Materialien benötigt:

Werkzeuge:
• Meterstab
• Bleistift
• Gehrungssäge
• Gehrungsschneidlade
Bohrmaschine
• Schraubendreher
• Akkuschrauber
• Cuttermesser

Materialien:
• Fußleisten
• einige Nägel und Schrauben
• Dübel
• Montagekleber

1. Die benötigte Länge der Leisten ausmessen

Bevor die Sockelleisten gekauft werden, sollten die Wände des jeweiligen Raumes ausgemessen werden. So kann ich sicher sein, dass ich die passende Länge und auch die richtige Anzahl an Sockelleisten kaufe. Ich kaufe lieber zu viel Material als zu wenig, um später nicht erneut losfahren zu müssen. Wenn dann Reste übrigbleiben, kann ich diese vielleicht noch zu einem späteren Zeitpunkt gebrauchen, wenn einmal eine Leiste defekt ist und ausgetauscht werden muss. Beim Ausmessen sollte auch beachtet werden, ob man gerade Sockelleisten oder Eckstücke und Stoßverbinder verlegen möchte. Wenn ich mich für Letztere entscheide, muss ich diese später exakt im 45° Winkel zurechtschneiden. Denn so können jeweils zwei Fußleisten in einem Winkel von 90° aneinander befestigt werden.

Bevor ich die Sockelleisten anbringe, messe ich sie exakt aus und schneide sie mit der oben erwähnten Gehrungssäge zu. Sie sollten so ausgemessen werden, dass es zu möglichst wenig Nahtstellen kommt und möglichst viele Fußleisten im Ganzen angebracht werden können. Dies wirkt optisch deutlich schöner und reduziert zudem auch den Arbeitsaufwand, da weniger Zuschnitte gemacht werden müssen.

3. Anbringen der Sockelleisten mithilfe von Montageclips

Vor allem wenn die Sockelleisten an einem Laminatboden angebracht werden sollen, empfiehlt es sich hierfür sogenannte Montageclips zu verwenden. Der Vorteil dieser Befestigungsmethode ist, dass die Leisten schnell und einfach wieder entfernt werden können. Dies ist dann zum Beispiel der Fall, wenn eine defekte Diele gegen eine intakte ausgetauscht werden soll. Die Montageclips montiere ich in einem Abstand von ungefähr 50 cm mithilfe von Dübeln und Schrauben.

Ich lege sie zunächst an der gewünschten Wand an, zeichne die späteren Bohrlöcher an und bohre anschließend mit der Bohrmaschine die Löcher. Hierbei gilt es darauf zu achten, dass der Bohrer der Stärke der vorhandenen Dübel entspricht. Nun werden diese in die Bohrlöcher gesteckt und die Montageclips mit einem Schraubendreher oder auch einem Akkuschrauber angeschraubt. Nun muss ich noch die Sockelleisten auf die Clips stecken.

4. Sockelleisten kleben, anschrauben oder annageln

Alternativ zu der Befestigung mit Montageclips können Sockelleisten auch mit Nägeln an der Wand angebracht oder auch direkt mit den Dübeln in die Wand geschraubt werden. Auch hier sollte der Abstand zwischen den einzelnen Nägeln nicht mehr als 50 cm betragen. Auf der Höhe der Dübel bohre ich nun die Löcher in die einzelnen Fußleisten, in die anschließend Schrauben und kommen, die mit dem Akkuschrauber an der Wand festgeschraubt werden. Die Befestigung mithilfe von Kleber kann mit Sockelleisten aus Kunststoff, Massivholz oder auch MDF durchgeführt werden.

Zudem sollte die Wand komplett eben und der Untergrund trocken und frei von Staub sein. Ist die Wand an einigen Stellen etwas uneben, sollte sie im Vorfeld ausgespachtelt werden. Den Montagekleber bringe ich in einer Wulst entlang der Leiste auf. Hierbei lasse ich beim Andrücken ein wenig Abstand zwischen der Leiste und der Wand. Dies ermöglicht es mir, sie bei Bedarf wieder mit einem Spachtel entnehmen zu können.

5. Reste der Unterlegfolie entfernen

Um eine bessere Abdichtung zu erhalten, wird bei einigen Böden, wie zum Beispiel Laminat oder Parkett, wird eine Unterlegfolie über die Sockelleisten an der Wand nach oben gezogen. Die Reste, die überstehen, schneide ich ganz einfach mit einem Cuttermesser direkt an den Kanten der Leisten ab.

Nachdem die Sockelleisten angebracht wurden, kann der Raum wie gewünscht genutzt werden.

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