Glutamat – versteckte Gefahr

Glutamat – gefährlich oder nicht? Die einen warnen, die anderen beschwichtigen. Was Glutamat überhaut ist und warum ihr es mit Vorsicht genießen solltet.

Was ist Glutamat?

Mononatrium-Glutamat wurde 1908 von einem Japaner namens Kikunae Ikeda entdeckt. Es folgte eine asiatische Karriere. Im nahezu gesamten asiatischen Raum ist dieses Glutamat mehr als ein Geschmacksverstärker. Es ist ein Gewürz, welches die fünfte Geschmacksrichtung repräsentiert. Neben Süß, Sauer, Salzig und Bitter gibt es das Umami.

Doch Glutamat ist auch ein wichtiger Botenstoff des Zellstoffwechsels und spielt gerade im Gehirn eine wichtige Rolle. Es ist außerdem auch in vielen natürlichen Nahrungsmitteln enthalten.

Die Gefährlichkeit von Glutamat

In den 70ern wurde Glutamat als Verursacher des China-Restaurant-Syndroms bekannt. Amerikaner, aber auch Europäer klagten nach dem Essen in chinesischen Restaurants über Kopfschmerzen, Übelkeit und Nackenschmerzen. Einen direkten Zusammenhang konnte die Wissenschaft aber nie beweisen, sodass dieses scheinbar harmlose Problem noch heute als Argument für Glutamat-Befürworter gilt.

Was diese aber gern verschweigen, sind die Ergebnisse weiterer Untersuchungen und Studien, die größtenteils gegen das Glutamat sprechen.

Glutamat als Verursacher von neuro-degenerativen Erkrankungen

Es ist bekannt, dass Alzheimer mit dem Glutamat-Stoffwechsel zusammen hängt. Alzheimermedikamente blockieren verantwortliche Rezeptoren, um den Einfluss des Glutamats zu mindern.

Ein von dem us-amerikanischen Professor John Olney durchgeführtes Experiment bestätigte, dass Glutamat zum Absterben von Nervenzellen im Gehirn führt. Er injizierte neugeborenen Mäusen und Ratten nur wenige Tage lang Glutamat und konnte beobachten, wie sie dick und träge wurden, dass sie Diabetes und Herzerkrankungen bekamen und eben auch die oben genannten Hirnläsionen.

Man kann deshalb davon ausgehen, dass ein Überschuss von Glutamat im Gehirn Alzheimer und Demenz, aber auch Multiple Sklerose, Parkinson und Depressionen begünstigt. Fraglich ist aber, wie das Glutamat aus der Nahrung in unser Gehirn kommt, denn es gibt bisher keine Anzeichen dafür, dass das Glutamat die Blut-Hirn-Schranke passiert, sofern keine Vorerkrankung vorliegt.
Dennoch verzichtete die amerikanische Nahrungsmittelindustrie daraufhin auf den Einsatz in Babynahrung. In Deutschland ist es inzwischen sogar verboten.

Glutamat als Verursacher von Fresssucht, Übergewicht und Störungen bei Neugeborenen

Professor Michael Hermanussen fand außerdem heraus, das Glutamat in der Schwangerschaft auch Neugeborene schädigen könnte. Tragende Rattenweibchen bekamen Glutamat über das Futter verabreicht und fraßen daraufhin die doppelte Futtermenge und tranken dreimal so viel wie zuvor. Die Rattenbabys, die daraufhin das Licht der Welt erblickten hatten ein sehr geringes Geburtsgewicht und konnten den gleichaltrigen Nachwuchs normal ernährter Ratten größenmäßig auch später nicht mehr einholen.

Hermanussen veröffentlichte, dass Glutamat nicht nur injiziert zu Funktionsstörungen führt, sondern auch als Nahrungsmittel Gefahren mit sich bringt. Vor allem Nervenzellen, die für Appetitregulierung und Wachstum zuständig sind, reagieren auf Glutamat, welches mit der Nahrung aufgenommen wird. Wird zeitgleich ein Rezeptorblocker Verabreicht, der das Glutamat blockiert, treten die Störungen nicht ein.
Nachzulesen in seinem Buch „Der Gefräßig-Macher: Wie uns Glutamat zu Kopfe steigt und warum wir immer dicker werden“.

Glutamat als Verursacher von Grünem Star

Eine weitere Studie, u.a. durchgeführt von Ohguro, einem japanischen Professor, erhärtet den Verdacht, dass der erhöhte Glutamat-Konsum für den Gründen Star verantwortlich ist, an dem auffällig viele Japaner leiden.
Versuchsratten wurden in einem Zeitraum von sechs Monaten mit großen Mengen Glutamat gefüttert. Ihre Sehkraft ließ stark nach und die Netzhaut wurde immer dünner.

Glutamat als Zusatzstoff erkennen

Auch wenn die Forschung rund um das Glutamat noch viele Fragen offen lässt, sollte uns doch allein schon der Verdacht dazu bewegen, diesen Geschmacksverstärker mit Vorsicht einzusetzen. Doch er versteckt sich für uns fast unbemerkt in erstaunlich vielen Fertiggerichten bzw. verarbeiteten Nahrungsmitteln, die bereits gewürzt sind.

Glutamat wird nicht immer deutlich unter der Zusammensetzung eines Nahrungsmittels aufgeführt. Die Begriffe „Mononatriumglutamat“, „Glutaminsäure“ und ähnliche lassen den Zusatz leicht erkennen. Auch „E 620“ ist eine Bezeichnung für Glutamat. Was viele nicht wissen: Auch „Aromen“, „Geschmacksverstärker“ und „Hefeextrakte“ deuten auf den Einsatz hin.

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