Plastik-Alternativen – Warum sie so wichtig sind

Dieses Jahr ist nicht nur 2018. Es ist ein Jubiläumsjahr. Seit 111 Jahren gibt es Plastik. Warum das eine Katastrophe ist und es keine weiteren 111 Jahre mehr geben darf.

Plastik – Untergang für die Umwelt

Dass es zuviel Müll gibt, weiß jeder. Auch die Bilder von Meeresschildkröten, die sich in Plastikschnüren verheddert haben, habt ihr sicher schon gesehen. Das Ausmaß des Kunststoffes ist aber noch viel gravierender als ihr es euch vorstellen könnt.

Plastik verrottet nicht. Ist von einer Zersetzung die Rede, meint dies, das Zerreiben zu Mikroplastik unter Einfluss von Sonne und Wasser. Das heißt, es ist niemals weg.

Das größte Problem ist das Plastik im Meer. Nur 15% davon treibt auf der Oberfläche. Trotzdem sind es 13000 Teile auf einem Quadratmeter. 70% sinkt zu Boden, der Rest wird angeschwemmt.

Auch im Meer wird es zu Mikroplastik. Dieses ist von Haus aus schon gesundheitsschädlich, bindet umhertreibend aber noch weitere Gifte. Gefressen wird es schließlich von Plankton, der Hauptnahrung vieler Meerestiere.

Die Folgen: Krankheiten und Fehlentwicklungen bei Fischen und das Gift schließlich auch im Fisch, den wir essen. Außerdem wird der Kunststoff auch von Seevögeln gefressen. Es verbleibt im Magen und die Tiere verhungern mit vollem Bauch.

2050 gibt es Expertenschätzungen zufolge dreimal mehr Plastik als Fische im Meer.

Mögliche Alternativen für Plastik

Vor allem im Haushalt benutzen wir viel zu viel Kunststoff. Wer erst einmal beginnt, darauf zu achten, wird erschrocken darüber sein, wie viel sinnlos in Plastik verschweißt wird. Hier können wir aber am besten ansetzen, denn um etwas an der Plastik-Katastrophe zu ändern, müssen wir alle umdenken.

  • Jutebeutel statt Plastiktüte
  • Glasbehälter statt Plastikdosen (geht sogar im Gefrierschrank)
  • Bambuszahnbürste statt Kunststoffzahnbürste
  • Zahnpasta mit Cellulose statt mit Mikroplastik
  • Körperpflegeprodukte ohne Mikroplastik, z.B. von Alverde, Laverda, Weleda, Sante oder Alviana
  • Lose Lebensmittel kaufen statt in Folie verschweißte

Plastik könnt ihr an folgenden Abkürzungen in der Inhaltszusammensetzung eines Produktes erkennen: PP, PE, PI, PA, PES, PET, PMMA, P-7, PUR, EVA, AC, ACS

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.